Marienhausen

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Historie

Die MarienKirche ist Teil des Klosters Marienhausen. Es handelt sich dabei um das älteste und einzig noch erhaltene Frauenkloster der Zisterzienser im Rheingau. Seine erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1189 zurück. Allerdings ist das Kloster vermutlich älter. 1219 weihte der Erzbischof von Mainz die Klosterkirche. Im Laufe des 13. Jahrhunderts erlangte das Kloster mehrere päpstliche Schutzbriefe. Die Namensform Marienhausen setzte sich seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch.

Während die MarienKirche in ihrer ursprünglichen Form aus dem 12. Jahrhundert bis heute erhalten geblieben ist, wurden die Klostergebäude im 18. Jahrhundert neu errichtet. Als der Rheingau 1803 zum Herzogtum Nassau kam, waren die geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse für die herzoglichen Inspektoren jedenfalls Grund genug, Marienhausen in jenem Jahr von der Säkularisation auszunehmen, anders als etwa Kloster Eberbach. Erst im Februar 1811 hob Herzog Friedrich August das Kloster in einer zweiten Welle der Säkularisation auf. Gegen entsprechende Entschädigung wurden neben der Äbtissin und Priorin acht Nonnen und drei Laienschwestern aus dem Klosterleben entlassen.

Durch Verkauf ging die Klosteranlage als Eigentum an den Freiherrn Hans Carl von Zwierlein in Geisenheim über. Das Bistum Limburg erwarb die Gebäude 1888. Im Jahr 1889 übersiedelte die Diözesanrettungsanstalt „Zum Heiligen Josef“ der Armen Dienstmägde Jesu Christi unter Prälat Matthäus Müller von Marienstatt im Westerwald hierher. Die Klosteranlage diente nun für bis zu 200 Kinder und Jugendliche als Knabenerziehungsanstalt.

Durch einen Brand wurde das Kloster 1915 stark beschädigt. 1924 richteten die Salesianer Don Boscos eine klösterliche Gemeinschaft ein, übernahmen das Kinder- und Jugendheim und bauten u.a. die Kirche im Stil der liturgischen Bewegung wieder auf.

Mit der jüngsten Sanierung (2010ff.) wurde der ursprünglich romanische-gotische Baukörper im Geist der Zisterzienser wieder hergestellt. Die künstlerische Ausstattung wurde entsprechend der caritativen Geschichte von geistig beeinträchtigten Künstlern geschaffen. Eine Reliquie der heiligen Katharina Kasper, der Begründerin der armen Dienstmägde, wurde in den neuen Altar eingefügt.

Seit 2008 steht das Kloster unter dem Schutz der Haager Konvention.

Marienkirche, Wiederaufbau nach dem Brand, um 1920, Archiv R. Nägler